Das AKW, das niemals in Betrieb ging und trotzdem Strom liefert

Ehemaliges AKW Zwentendorf erstrahlt mit Sonnenenergie in neuem Glanz

 

Ehemaliges AKW erstrahlt mit Sonnenenergie in neuem Glanz

 

Heute möchte ich euch ein außergewöhnliches Projekt vorstellen!
Gefunden habe ich es in Niederösterreich. Und ich übertreibe nicht, die Geschichte ist wirklich einzigartig:

Im April 1972 erfolgte hier, in Zwentendorf an der Donau, der Spatenstich für die Errichtung des ersten österreichischen Atomkraftwerks (AKW). Dieses wurde nach vier Jahren Bauzeit fertig gestellt.

Ihr fragt euch, was daran toll sein soll? Ich verrate es euch: Viele Bürger in Österreich waren mit dieser Art der Energiegewinnung überhaupt nicht einverstanden. Sie protestierten damals vehement gegen das neue Atomkraftwerk in ihrer Heimat. Und sie hatten Erfolg:

Eine Volksabstimmung verhinderte schließlich, dass das nagelneue und einsatzbereite AKW in Betrieb gehen durfte.

 

Ein doppeltes Happy End

 

Doch damit noch nicht genug, die Geschichte des AKW hat nämlich gleich ein doppeltes Happy End: Der Energieversorger EVN hat das Gelände 2005 aufgekauft und dort eine Solaranlage erbaut.

Wo einstmals Atomstrom produziert werden sollte, wird heute auf einer Fläche von 3.700 Quadratmetern saubere, sichere und zu 100 % nachhaltige Energie aus natürlichen Ressourcen gewonnen.

Was für eine großartige Wendung! Die Photovoltaik-Anlage wurde in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen errichtet. Der dort erzeugte Gleichstrom wird beispielsweise von 43 Wechselrichtern vom österreichischen Hersteller Fronius in Wechselstrom umgewandelt bevor er  in das Stromnetz eingespeist wird. Das ergibt eine Leistung von etwa 450 Kilowatt. Damit können die Haushalte und Industrie-Betriebe in der ganzen Region versorgt werden. Toll, oder?

Das AKW Zwentendorf ist zweifelsohne das sicherste Atomkraftwerk der Welt!

 

Ich bin gespannt, ob ich auf meiner Reise noch mehr solcher Beispiele finden kann.

Bleibt dran!
Oscar

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