Die Zukunft von Großbritanniens Straßen ist grün

Wie tief kann man eigentlich sinken?
Noch viel tiefer, behauptet zumindest die Stadtverwaltung von Milton Keynes, was ihren CO2-Ausstoß betrifft.

Milton Keynes gehörte letztes Jahr zu den vier britischen Städten, die im Rahmen des Programms „Go Ultra Low“ von der Regierung beträchtliche Gelder zum großangelegten Ausbau der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge erhielten.
Als wachsende Stadt mit einem auch zukünftig weiter hohen Verkehrsaufkommen im Individualverkehr hat sich Milton Keynes dem Ziel verschrieben, internationaler Vorreiter in Sachen Elektroautos zu werden.

Das interessiert mich, und ich habe mich diese Woche dort umgesehen, um etwas mehr darüber zu erfahren.

Im Rahmen der „Go Ultra Low City“-Initiativen soll die Zahl der Plug-in-Hybrid- und Elektroautos in ganz Großbritannien bis 2020 um etwa 100 000 steigen (derzeit sind es etwa 90 000). Dies ist ein weiterer großer Schritt Richtung Elektromobilität nachdem die Regierung angekündigt hat, ab 2040 den Verkauf neuer Benzin- und Dieselfahrzeuge zu verbieten.

In Milton Keynes genießen Fahrer von Elektrofahrzeugen schon heute den Vorteil, mit ihrem „grünen Parkausweis“ auf 15 000 Parkplätzen in der ganzen Stadt kostenlos parken zu dürfen. Beschlossene Sache ist auch, die Zahl der Ladestationen von derzeit 226 massiv aufzustocken.

 

Milton Keynes setzt auf Elektroautos
Milton Keynes setzt auf Elektroautos

 

EV Experience Centre

Während meines Aufenthalts in der Stadt war ich auch im neu eröffneten EV Experience Centre in Milton Keynes. Einer Flotte von mehr als 50 Elektrofahrzeugen unterschiedlicher Marken steht hier in einem Einkaufszentrum für Testfahrten bereit. Damit sollen neben denjenigen, die sich heute schon den Kauf eines E-Fahrzeugs oder eines Plug-in-Hybrids vorstellen können, auch diejenigen angesprochen werden, deren Appetit erst noch geweckt werden muss.

Das EV Experience Centre ist an keine Marke gebunden und damit das erste seiner Art in Großbritannien. Die Elektroauto-Gurus dort wissen alles, was man im Zusammenhang mit dem Umstieg auf Elektro wissen muss.

Ich habe mich dort mit der reizenden Giulia getroffen, die mich herumgeführt und mir alles gezeigt hat. Sie war super nett zu mir – ich glaube, sie hatte mich wirklich in ihr Herz geschlossen – und hat mir eine Fahrt in einem eigens für mich personalisierten Eulen-Auto ermöglicht – einer Miniversion des BMW i8!

 

Oscar testet den BMW i8
Nur fliegen ist schöner – Oscar testet den BMW i8

 

 

Wie viel könnte ich sparen?

Ich weiß jetzt, dass es beim Vergleich der Kosten zwischen einem Elektro- und einem herkömmlichen Fahrzeug auf die Betrachtung der Gesamtkosten ankommt:

    • „Tank“-Kosten können bei einem reinen Elektrofahrzeug 80 Prozent niedriger sein
    • Reine Elektrofahrzeuge, die weniger als 40 000 Pfund kosten, sind derzeit in Großbritannien von der Kfz-Steuer befreit
    • Geringere Wartungskosten als bei Benzin- und Dieselfahrzeugen und in London die Befreiung von der City-Maut
    • Die britische Regierung bezuschusst den Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybriden mit bis zu 4 500 Pfund und den Kauf von Lieferwagen mit Elektroantrieb sogar mit bis zu 8 000 Pfund
Quelle: www.goultralow.com

Auf die Plätze, fertig, Testfahrt!

Solltet ihr mal in Großbritannien vorbeikommen, könnt ihr euch hier informieren, wie man eine Testfahrt bucht oder ein Fahrzeug für ein Wochenende ausleiht: www.goultralow.com/choose-your-electric-car/

Wir können davon ausgehen, dass sich die Zahl der Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich erhöhen wird.
Ich will mich jetzt unbedingt auch über andere Initiativen auf diesem Gebiet informieren…

Bleibt dran!
Oscar

 

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