Gletscherschmelzen – die kalte Bedrohung

Wusstet ihr: Nur rund ein Viertel der Süßwasserreserven auf der Welt bestehen aus Grundwasser, Seen oder Wasser in der Atmosphäre? Der Rest sind Eis und Schnee aus den Polar- und Gletschergebieten. So weit, so gut. Das große Problem ist nun, dass durch die Erderwärmung die Jahrtausende alten Gletscher immer schneller abschmelzen – in den vergangenen zwei Jahrzehnten um fast 30 Prozent! Allein in den letzten 20 Jahren hat sich der Meeresspiegel um über 50 Millimeter angehoben. Das haben aktuelle Forschungen ergeben.

Hinzu kommt: Durch den Klimawandel wird auch das Wasser in den Ozeanen immer wärmer. Es dehnt sich aus. Dadurch steigt der Pegel zusätzlich. Und das hat katastrophale Auswirkungen für die Erde und damit für die Menschen wie auch für uns Tiere: Korallenriffe sterben ab und ganze Landmassen werden überflutet. Regionen, die einst vom Schmelzwasser der Gletscher gespeist wurden, verwandeln sich in öde Gesteinswüsten. Dadurch haben viele Arten bereits ihren natürlichen Lebensraum verloren und sind vom Aussterben bedroht. Auch die Süßwasserreserven könnten in Folge der Gletscherschmelze drastisch zurückgehen – eine Grundlage, ohne die das Leben auf der Erde nicht mehr möglich wäre. Wissenschaftler haben Folgendes herausgefunden: Der Schnee auf dem Kilimandscharo ist seit 1912 um mehr als 80 Prozent geschmolzen. Viele Gletscher des Himalaya könnten bis 2035 praktisch verschwunden sein. Erschreckend, oder?

Sowohl Tiere als auch Menschen werden bedroht durch das fortschreitende Gletscherschmelzen

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen eine Karte der grönländischen Gletscher angelegt. Das Ergebnis:

  • Zwei- bis viermal so viele Gletscher wie bisher gedacht reichen mehr als 200 Meter unter die Meeresoberfläche.
  • Die oberen 200 Meter des Meereswassers dort stammen aus der Arktis und sind recht kalt.
  • Das Wasser darunter strömt von weiter südlich in das Gebiet und ist bis zu 4°C wärmer. Die Gletscher schmelzen in dieser Tiefe wesentlich schneller.
  • Schwindet das Eis komplett, könnte der Meeresspiegel um bis zu 7,42 Meter steigen. Deutlich mehr als bisher angenommen!

 

Viele Wissenschaftler sind überzeugt, dass insbesondere die Verbrennung von fossilen Brennstoffen den Klimawandel begünstigt. Die Energiegewinnung aus natürlichen Ressourcen ist damit längst keine bloße Alternative mehr. In meinen Eulenaugen ist sie die einzige Möglichkeit, um den Klimawandel noch zu stoppen und unsere Welt, wie wir sie kennen, zu retten!

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