Elektromobilität: Giganten der Straße fahren elektrisch

Achtung: Schnabel zumachen und Luft anhalten! Habt ihr als Fußgänger oder Radfahrer schon einmal direkt neben einem Linienbus gestanden? Dann wisst ihr wovon ich rede. Die Abgase aus dem Auspuff riechen nicht nur unangenehm, sie sind auch schädlich für die Gesundheit. Schuld daran sind Stickstoffoxide, die bei der Verbrennung des Dieselkraftstoffs im Motor entstehen. Diese belasten vor allem die Atemwege – und das kann auf Dauer sogar zu Erkrankungen führen und die Umwelt schädigen! Abhilfe schafft hier Elektromobilität auch im öffentlichen Verkehr…

Vorreiter in Sachen Elektromobilität: Polnische E-Busse

Ein gutes Beispiel, dass es auch anders geht, habe ich in Polen gefunden. Dort hat sich der Omnibus-Hersteller Solaris unter anderem auf die Entwicklung elektrischer Antriebe spezialisiert. Das Besondere an den E-Bussen: Sie stoßen keine schädlichen Abgase aus, sind im Nahverkehr genauso leistungsstark wie herkömmliche Diesel-Modelle und bieten zudem mehr Platz, da der Tank wegfällt. Im ganzen Land sind diese Busse bereits unterwegs und bringen Passagiere komfortabel, geräuscharm und umweltschonend von A nach B. Das zeichnet sich aus: Der Solaris Urbino 12 electric wurde von der Association of Commercial Vehicle Editors zum Bus des Jahres 2017 ernannt.

Elektromobilität in Polen. E-busse prägen das Stadtbild.

Auch andere Länder sind bereits diesem positiven Trend gefolgt. Busse mit elektrischen Antrieben sind beispielsweise auch in Großbritannien, Italien oder Schweden im öffentlichen Nahverkehr unterwegs. Um seine E-Busse noch nachhaltiger zu betreiben, lädt der schwedische Verkehrsbetreiber Nobina diese sogar mit Strom auf, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Tolles Konzept, oder?

Indien folgt polnischem Beispiel

In der indischen Stadt Gurgaon will man in Zukunft ebenfalls auf Elektromobiltät im öffentlichen Verkehr setzen: Die Regierung plant dort nach einer Delegationsreise nach Polen umweltfreundliche Transportsysteme einzusetzen und beginnt mit einer Flotte von bis zu 100 E-Bussen. Bei einem Einsatz von zehn Jahren könnte jeder dieser Busse den C02-Ausstoß um 1.150 Tonnen reduzieren. Länder wie Belgien oder Deutschland ziehen nach und profitieren von der Umstellung: Öffentliche Nahverkehrsbetriebe können damit ihre Kosten senken, und Radfahrer, Fußgänger und Anwohner sind weniger der schädlichen Emissionsbelastung ausgesetzt. Dann heißt es auch an der Bushaltestelle endlich wieder frei durchatmen!

Bleibt dran!
Oscar

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